Fair - Play beim Renkenfischen

Renkenangeln wie aus dem Bilderbuch.

Am Irrsee in Oberösterreich mit Blick auf den Dachstein

Fair Play beim Renkenangeln bedeutet Fairness gegenüber den Fischen und unseren Mitanglern. Gerade unter den Renkenanglern ist ein rücksichtsvolles Verhalten am Fischwasser sehr wichtig. Da sich an den guten Renkenstellen oft sehr viele Boote versammeln ist eine gewisse Rücksicht auf andere Boote notwendig. Wenn man so einen Platz ansteuert, unbedingt immer genügend Abstand zum nächsten Fischer halten und auch fragen ob der Abstand reicht. Man vermeidet so manche unnötige Konfrontation und lernt oft neue Fischerfreunde kennen. Renkenfischen sollte aber auch  bedeuten, gemeinsames Angeln unter Freunden und nicht einem Fangrausch zu unterliegen. Da mit der Hegene an guten Tagen durchaus Massenfänge möglich sind, ist Selbstbeschränkung sehr wichtig. Niemand hat etwas davon in einem Jahr hunderte Renken zu fangen, dadurch zusätzliche Fanglimits heraufzubeschwören, um ein Jahr darauf mit mehr Kontrolle seitens der Netzfischer, der Renkenfischerei nur mehr eingeschränkt nachgehen zu können. Mindestmaße sollte man auch ohne Hinweis eines Kontrollorgans einhalten. Da Renken sehr empfindliche Fische sind ist schonendster Umgang sehr wichtig und man sollte untermassige Renken oder solche die man zurücksetzt nur mit feuchten Händen berühren. Leider gibt es unter den Renkenanglern aber auch schwarze Schafe die statt eines Metermaßes anscheinend einen Fleischteller mithaben und alles abschlagen was in die Pfanne passt. Dem müssen wir entgegenhalten und durch entsprechendes Verhalten am Fischwasser das vielerorts angeschlagene Image der Hegene wieder aufpolieren. Nur so kann man auch in Zukunft, gemeinsam mit der Berufsfischerei als Bewirtschafter, eine nachhaltige Renkenfischerei garantieren.
 

Petri Heil

H - M Angelprofi