Die Coregonen und ihr Lebensraum

Über die Herkunft der Coregonen wird die Meinung vertreten das sie zweifellos ursprünglich nordische Fische waren. Sie müssen mit den Schmelzwasserströmen am Ende der letzten Eiszeit vom Norden her bis zu den Alpen gelangt sein. Dem Weiterwandern gegen Süden stellten sich die Alpen als unüberwindliches Bollwerk entgegen. Beim Zurückgehen des Eises blieben große von Gletschern ausgeschürfte Seenbecken über. Diese mit Süßwasser gefüllten Seenbecken bildeten mit großer Wahrscheinlichkeit den ursprünglichen Lebensraum unserer Coregonen.

 

Abendlicher Blick in Richtung Buchberg

Unsere Voralpenseen wie der Attersee mit seinen 46 km² und einer Tiefe von 171 m sind typische Coregonengewässer mit ausreichend Lebensraum für unsere Lieblingsfische.

 

 Die meisten Coregonenseen haben überwiegend große Seenbecken mit sehr schmaler Uferbank (Schar) und damit geringer Pflanzenproduktion. Typische Renkenseen haben eine Größe von 300 ha bis hin zu riesigen Seenbecken wie dem Bodensee mit 476 km 2. Die Tiefe übersteigt meist 30 m. Die Temperatur in diesen Tiefen bewegt sich steht's um 4°C. Die großen Seen haben einen hohen Sauerstoffgehalt, wobei die Werte selbst im Sommer nicht unter 50 - 60 % fallen. Da aber durch künstlichen Besatz auch in kleineren Gewässern Renken eingebracht werden, kann man heute nahezu in jedem See auf diese Fische angeln. Wenn die Wassertemperatur und der Sauerstoffgehalt eines Gewässers stimmen, kann man sogar Baggerseen (siehe Blinkerhitparade 2002 Mininger Baggersee) mit Maränen besetzen. Vor so einem Besatz sollte man aber auf jeden Fall einen Fachmann zu Rate ziehen, da ein Maränenbesatz für die übrige Fischfauna durchaus Nachteile bringen kann. Süddeutschland, Schweiz und Österreich sind die Hauptgebiete der Coregonen. Aber auch in Ihrer Urheimat, in den tiefen skandinavischen Seen, sind Coregonen heimisch. Ihre Verbreitung reicht Norwegen bis Sibirien und umfasst somit zwei Drittel von Europa.

 

Herr Franz Wachter mit einer Atterseemaräne von 70 cm und 3,25 kg

Einen optimalen Lebensraum finden Maränen in den tiefen und klaren Wassern des Attersees vor. Wie ist es sonst zu erklären, dass gerade am Attersee jedes Jahr Maränen in hochkapitalen Größen gelandet werden können. Ganz zu schweigen von den Fängen der Netzfischer, wo ich persönlich Fische bis zu 6 kg und 85 cm betrachten konnte.