Sind Renken in unseren Seen fangbar?

 

Diese Frage stellt sich wohl jeder Angler wenn er mit der Hegene an seinem Hausgewässer oder im Urlaub fischen will. Um das herauszufinden braucht es nur ein bisschen  Fachwissen und Spürsinn. Wenn man an ein Gewässer kommt wo die Hegenenanglerei auf Renken noch nicht ausgeübt wird, schauen wir als erstes auf den Charakter unseres Sees. (siehe Coregonen und Ihr Lebensraum). Ist die Größe und Tiefe unseres Sees dem Lebensraum der Renken entsprechend und passt auch der Sauerstoffgehalt sind wir schon einen Schritt weiter. Als nächstes beobachten wir, wenn es eine gibt, die Berufsfischerei. Wenn Schwebnetze ausgebracht werden, gibt es fast sicher auch Renken im See. Als Schwebnetze werden Netze bezeichnet die meistens im Freiwasser ausgebracht werden und in einer Tiefe von 5 - 15 schweben. Diese Netze sind durch die, wie auf einer Kette aneinander gereihten, Schwimmkörper leicht erkennbar. Eine andere Variante sind Grundnetze, die allerdings meistens nur mit einer Boje gekennzeichnet sind. Will man auf Nummer sicher gehen, geht man zum ansässigen Berufsfischer und kauft sich, wenn es welche gibt, ein paar Renken. Ideal wären unausgenommene Fische um anhand des Schlundinhaltes der Fische herauszufinden welche Nahrung die Renken bevorzugen. Im zeitigen Frühjahr bis in den Juni hinein werden von den Renken meistens Nymphen gefressen. Im Renkenmaul, Schlund und im ersten Magenbereich findet man Nymphen die zum Teil noch leben und gute Rückschlüsse über die Ernährung der Renken geben. Da man Renken  in der Regel aber nur ausgenommen bekommt, sollte man auch anhand des Kiemenreusenapparates erkennen können, ob unsere Renken fangbar sind. 

2 gezupfte Grundrenken